3D Messtechnik für Fertigung in der industriellen Prüfung richtig bewerten

Herkömmliche taktile Messverfahren erreichen hier schnell ihre Grenzen, besonders bei großen Stückzahlen oder freiformigen Oberflächen.

Fertigungsumfeld und Messbedarf

INSVISION AlphaAutoScan-400 3D-Scan-Anwendung
INSVISION AlphaAutoScan-400 3D-Scan-Anwendung

Fertigungsumfeld und Messbedarf

Ohne belastbare Messdaten im laufenden Fertigungsbetrieb schlagen sich Abweichungen schnell in Nacharbeit, Ausschuss, verpassten Lieferterminen und hohen Folgekosten nieder.

Praktischer Ablauf

  1. Fertigungsumfeld und Messbedarf — Ohne belastbare Messdaten im laufenden Fertigungsbetrieb schlagen sich Abweichungen schnell in Nacharbeit, Ausschuss, verpassten…
  2. Grenzen herkömmlicher Messprozesse — Die größten Kostenrisiken in der Fertigungsmesstechnik entstehen nicht dort, wo sie am sichtbarsten sind.
  3. Einbindung des 3D-Scans in den Ablauf — Wie lässt sich 3D-Messtechnik für die Fertigung ohne aufwändige Prozessumstellungen in den bestehenden Prüflauf integrieren?
  4. Validierung vor dem Einsatz — Passende Einsatzfelder für 3D Messtechnik für Fertigung liegen vor allem in der Erstteilprüfung von Automobil-Stanzteilen, der Ei…

In Serienfertigungen von Automobilzulieferern, Medizintechnikherstellern oder Luftfahrt-MRO-Betrieben fallen Messaufgaben zwischen reguläre Taktzeiten: Erstteilprüfung, In-Prozess-Kontrolle von Baugruppen, Stichprobenprüfung vor der Auslieferung sowie Nachmessung bei beanstandeten Kundenretouren.

Validierungscheckliste für den Einsatz

Schwerpunkt Entscheidungspunkt Umsetzungshinweis
Bauteilbezug Größe, Oberfläche und Toleranzen mit der Scanaufgabe abgleichen Mit einem typischen Teil einen vollständigen Testlauf durchführen
Datenfluss Prüfen, ob Punktwolke, Abweichungskarte und Bericht in den QS-Prozess passen Exportformat und Freigabeverantwortung vorab klären
Einsatz vor Ort Schulung, Kalibrierung, Lichtverhältnisse und Arbeitsraum bewerten Die Ergebnisse als Standard für Serienprüfungen dokumentieren

Die Prüfbelastung steigt stetig, weil Bauteilgeometrien komplexer werden, GD&T-Toleranzen enger ausfallen und Kunden lückenlose Qualitätsdokumentation nach ISO-Vorgaben verlangen.

Herkömmliche taktile Messverfahren erreichen hier schnell ihre Grenzen, besonders bei großen Stückzahlen oder freiformigen Oberflächen. Sie erfassen nur einzelne Messpunkte, sodass Abweichungen an unzugänglichen Stellen oft unentdeckt bleiben.

3D Messtechnik für Fertigung liefert flächendeckende, vergleichbare Messdaten in kurzer Zeit, die sich direkt in Qualitätsmanagementsysteme einspeisen lassen.

INSVISION hat mit dem AlphaAutoScan-400 ein automatisiertes Prüfsystem im Portfolio, das sich ohne großen Aufwand in bestehende Fertigungslinien einbinden lässt und den Produktionsablauf nicht stört.

Grenzen herkömmlicher Messprozesse

Die größten Kostenrisiken in der Fertigungsmesstechnik entstehen nicht dort, wo sie am sichtbarsten sind.

Sie verstecken sich in Bauteilen, die das Koordinatenmessgerät nicht vollständig antasten kann, in lückenhaften Messprotokollen, die bei der späteren Fehlersuche keine Antworten liefern, und in Prüfprozessen, die unerwartet den gesamten Liefertermin gefährden.

Komplexe Freiformflächen, Hinterschneidungen oder filigrane Strukturen – wie sie in Turbinenschaufeln, medizintechnischen Implantaten oder additiv gefertigten Leichtbaukomponenten auftreten – stoßen mit taktiler oder einfacher optischer Messtechnik schnell an physikalische Grenzen.

Ein Taster erreicht tiefliegende Kanäle nicht. Ein 2D-Profilscanner erfasst keine vollflächige Topologie. Die Folge ist eine Messung, die auf wenige diskrete Punkte komprimiert wird, während große Bereiche der Geometrie ungeprüft bleiben. Das Risiko trägt der Hersteller.

Ein zweites, oft unterschätztes Problem ist die Datenkontinuität. Wenn Erstmusterprüfung, Serienüberwachung und Werkzeugkorrektur mit unterschiedlichen Systemen und in unterschiedlichen Datenformaten arbeiten, wird aus einer Messhistorie schnell ein Flickenteppich.

Ein Prüfbericht ohne Rückführbarkeit auf die ursprüngliche CAD-Sollgeometrie oder die vorherige Messung verliert für die systematische Prozessverbesserung massiv an Wert. Qualitätsingenieure verbringen dann mehr Zeit mit der Suche nach dem richtigen Datensatz als mit der eigentlichen Ursachenanalyse.

Die dritte Grenze betrifft den Liefertermin. Wenn ein Erstmusterteil oder eine kritische Losprüfung auf dem KMG festhängt, weil die Programmierung komplexer Scanbahnen aufwendig ist oder die Messung unerwartet lange dauert, gerät der gesamte Logistikplan unter Druck.

Einbindung des 3D-Scans in den Ablauf

Einbindung des 3D-Scans in den Ablauf

Wie lässt sich 3D-Messtechnik für die Fertigung ohne aufwändige Prozessumstellungen in den bestehenden Prüflauf integrieren? Der Ablauf gliedert sich in vier aufeinander abgestimmte Schritte, die mit dem AlphaAutoScan-400 von INSVISION vollständig ohne manuelle Zwischenschritte ablaufen.

Beim Scannen werden Serienteile automatisch erfasst – Mitarbeiter müssen keine Marker aufkleben oder Werkstücke mehrmals neu ausrichten. Direkt im Anschluss erfolgt der Abgleich der erfassten Punktwolke mit dem hinterlegten CAD-Modell und den definierten GD&T-Toleranzen.

Die Prüfung konzentriert sich auf automatisch markierte Abweichungen, sodass Prüfer nur noch kritische Stellen verifizieren müssen. Das Berichtswesen generiert normgerechte Protokolle nach ISO 10360, die sich direkt in das QM-System einspielen lassen.

Das reduziert den Personalaufwand für die Messtechnik, senkt das Risiko von Übertragungsfehlern und hält Lieferrhythmen auch bei hohen Stückzahlen stabil.

Validierung vor dem Einsatz

Passende Einsatzfelder für 3D Messtechnik für Fertigung liegen vor allem in der Erstteilprüfung von Automobil-Stanzteilen, der Eingangskontrolle von Luftfahrt-MRO-Komponenten mit komplexen Freiformflächen sowie der Erstbatchvalidierung von medizintechnischen Frästeilen mit engen GD&T-Toleranzen.

Vor der endgültigen Inbetriebnahme prüfen Sie vor Ort zuerst, ob die Messgeschwindigkeit in den bestehenden Linientakt passt und die Anlage in die vorhandene Fertigungszelle integriert werden kann, ohne Durchlaufzeiten zu verlängern oder Personal für Umrüstungen binden zu müssen.

Nehmen Sie für den Genauigkeitsabgleich unbedingt echte Produktionsteile statt nur normierter Testkörper – prüfen Sie dabei auch die markerfreie Erfassung bei rauen Guss- oder beschichteten Oberflächen, falls keine Messmarkierungen angebracht werden dürfen.

So stellen Sie sicher, dass die Ergebnisse den Anforderungen nach ISO 10360 entsprechen, auch bei wiederholten Messungen gleicher Bauteile für Serienchargen, und spätere Nacharbeiten oder Ausschuss vermieden werden.

Testen Sie außerdem die Schnittstelle zum bestehenden QM-System, um lückenlose Qualitätsrückverfolgbarkeit für Kundenabnahmen zu gewährleisten. INSVISION begleitet diese Validierung für das AlphaAutoScan-400 direkt am Fertigungsstandort, um passgenaue Einsatzfähigkeit von Anfang an sicherzustellen.