3D-Prüfung von Gussteilen: Wirtschaftlicher messen, weniger nacharbeiten, schneller liefern

Die Herstellung komplexer Gusskomponenten – etwa Pumpengehäuse für die Fördertechnik – ist ein anspruchsvoller Prozess, bei dem bereits kleine geometrische Abwe

Die versteckten Kosten herkömmlicher Prüfroutinen im Gussbereich

Viele Gießereien und zerspanende Betriebe arbeiten noch mit einer Kombination aus Lehren, Messschiebern, Höhenmessgeräten und gegebenenfalls taktilen Koordinatenmessgeräten.

Die Schwachstelle dieser Prüfkette liegt weniger in der Messgenauigkeit einzelner Instrumente, sondern im Zeitaufwand und in der Abhängigkeit von erfahrenem Personal.

Für die Prüfung eines Pumpengehäuses müssen etwa die Kontur des Spiralgehäuses, die Planflächen der Flansche, die Lage der Bohrungen und mögliche Gussverzüge bewertet werden.

Validierungscheckliste für den Einsatz

Schwerpunkt Entscheidungspunkt Umsetzungshinweis
Bauteilbezug Größe, Oberfläche und Toleranzen mit der Scanaufgabe abgleichen Mit einem typischen Teil einen vollständigen Testlauf durchführen
Datenfluss Prüfen, ob Punktwolke, Abweichungskarte und Bericht in den QS-Prozess passen Exportformat und Freigabeverantwortung vorab klären
Einsatz vor Ort Schulung, Kalibrierung, Lichtverhältnisse und Arbeitsraum bewerten Die Ergebnisse als Standard für Serienprüfungen dokumentieren

Mit konventionellen Mitteln entstehen dabei oft mehrere Messprotokolle, die erst nachträglich abgeglichen werden – ein Vorgang, der pro Bauteil wertvolle Minuten oder sogar Stunden beansprucht und die Reaktionszeit auf Abweichungen verlängert.

Zwischen dem Erkennen eines Fehlers und dem Eingriff in den Prozess vergeht wertvolle Zeit, in der bereits weitere Teile mit der gleichen Abweichung produziert werden können.

Die Folge sind erhöhte Nacharbeitsquoten, Ausschuss und gelegentlich auch Reklamationen beim Kunden, die den Deckungsbeitrag empfindlich schmälern.

INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung
INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung

Praktischer Ablauf

  1. Die versteckten Kosten herkömmlicher Prüfroutinen im Guss… — Viele Gießereien und zerspanende Betriebe arbeiten noch mit einer Kombination aus Lehren, Messschiebern, Höhenmessgeräten und geg…
  2. Digitale 3D-Prüfung als Stellhebel für Prozessstabilität… — Ein handgeführter 3D-Scanner wie der AlphaScan verändert diese Prüfroutine nicht durch einen komplizierteren Messablauf, sondern…
  3. Betriebswirtschaftlicher Nutzen und Bewertungsansätze ohn… — Die Frage nach dem konkreten Einsparpotenzial lässt sich seriös nur mit Blick auf die eigene Kostenstruktur beantworten.

Digitale 3D-Prüfung als Stellhebel für Prozessstabilität und Durchlaufzeit

Ein handgeführter 3D-Scanner wie der AlphaScan verändert diese Prüfroutine nicht durch einen komplizierteren Messablauf, sondern durch die Geschwindigkeit und Dichte der erfassten Daten.

Das Gerät tastet die Oberfläche des Gussteils mit 50 sich kreuzenden blauen Laserlinien berührungslos ab und erzeugt innerhalb weniger Minuten ein vollflächiges digitales Abbild der Istgeometrie.

Am Beispiel eines Pumpengehäuses lassen sich so die Außenkontur des Spiralgehäuses, die Flanschflächen, sämtliche Bohrungspositionen und die Verzugsneigung in einem einzigen Scanvorgang erfassen. Die gewonnenen Daten werden direkt mit dem CAD-Sollmodell abgeglichen;

ein farbkodierter Soll-Ist-Vergleich zeigt sofort, wo das Bauteil innerhalb oder außerhalb der Toleranz liegt. Dadurch entfällt das zeitaufwändige Zusammenstellen einzelner Messwerte, und die Entscheidung, ob ein Bauteil freigegeben, nachgearbeitet oder ausgesondert werden muss, kann unmittelbar getroffen werden.

Für die Fertigungssteuerung bedeutet das eine deutlich kürzere Rückkopplungsschleife: Nachbearbeitungsschritte werden nur dort angesetzt, wo sie tatsächlich erforderlich sind, und die Gefahr, dass fehlerhafte Konturen unentdeckt in die mechanische Bearbeitung gehen, sinkt erheblich.

INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung
INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung

Betriebswirtschaftlicher Nutzen und Bewertungsansätze ohne pauschale Prozentzahlen

Die Frage nach dem konkreten Einsparpotenzial lässt sich seriös nur mit Blick auf die eigene Kostenstruktur beantworten.

Ein praxisnaher Bewertungsrahmen umfasst mehrere Ebenen: Zunächst die reine Messzeit pro Bauteil – hier ist der Unterschied zwischen einer manuellen Mehrpunktmessung und einem flächigen Scan in der Regel erheblich, auch wenn keine standardisierten Vergleichswerte vorliegen.

Zweitens die Reduzierung von Nacharbeit und Ausschuss, die sich aus der früheren und vollständigeren Erkennung von Formabweichungen ergibt. Wenn ein Verzug bereits vor der Bearbeitung sichtbar wird, kann die Bearbeitungszugabe angepasst werden, anstatt das Teil nach der Zerspanung zu verschrotten.

Drittens wirkt sich die kürzere Prüfzeit positiv auf die Personaleinsatzplanung aus: Die Qualitätssicherung wird weniger von einzelnen Spezialisten abhängig, und Mitarbeiter können für wertschöpfendere Tätigkeiten eingesetzt werden.

Viertens gewinnt der Betrieb durch die digitalen Messdaten ein Dokumentationsniveau, das die Rückverfolgbarkeit stärkt und im Reklamationsfall ohne zusätzlichen Aufwand belegbare Nachweise liefert.

All diese Faktoren lassen sich nicht mit einem globalen ROI-Wert ausdrücken, wohl aber in einer internen Kalkulation schrittweise monetarisieren.