3D-Scannen dünnwandiger Blechteile: Messsicherheit bei Reflexion, Verzug und filigranen Geometrien

Dünnwandige Blechteile stellen das industrielle 3D-Scannen vor eine ganze Reihe von Herausforderungen, die mit herkömmlicher Messtechnik oft nur unbefriedigend

Dünnwandige Blechteile ob Tiefziehteile Stanzbiegekomponenten oder Gehäuseschalen zeigen

Dünnwandige Blechteile – ob Tiefziehteile, Stanzbiegekomponenten oder Gehäuseschalen – zeigen eine Kombination aus großen, schwach gekrümmten Flächen, scharfen Kanten, engen Flanschbereichen und oft tiefen, schmalen Verprägungen. Die geringe Wandstärke macht sie schon bei leichter Krafteinwirkung verformungsanfällig;

INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung
INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung

bereits die Auflage auf einer Messplatte oder das Spannen in einer Vorrichtung kann die Kontur verfälschen. Gleichzeitig sind die Oberflächen häufig poliert, verzinkt oder mit hauchdünnen Korrosionsschutzschichten überzogen, die den Laserstrahl fast spiegeln und starkes Streulicht erzeugen.

Validierungscheckliste für den Einsatz

Schwerpunkt Entscheidungspunkt Umsetzungshinweis
Bauteilbezug Größe, Oberfläche und Toleranzen mit der Scanaufgabe abgleichen Mit einem typischen Teil einen vollständigen Testlauf durchführen
Datenfluss Prüfen, ob Punktwolke, Abweichungskarte und Bericht in den QS-Prozess passen Exportformat und Freigabeverantwortung vorab klären
Einsatz vor Ort Schulung, Kalibrierung, Lichtverhältnisse und Arbeitsraum bewerten Die Ergebnisse als Standard für Serienprüfungen dokumentieren

Diese Reflexionen reißen die Punktwolke auf oder erzeugen fehlerhafte Ausreißer, die im Nachgang mühsam herausgefiltert werden müssen. Hinzu kommen filigrane Durchbrüche, Langlöcher und Sicken, deren Geometrie oft als Referenz für spätere Montagepassungen dient und daher mit hoher Auflösung aufgenommen werden muss.

INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Demonstration

Die klassische Taktilmesstechnik scheitert hier häufig an der Punktdichte und an der Zugänglichkeit, während der 3D-Scanner nicht nur die Fläche, sondern auch die Umgebung der Merkmale in einem geschlossenen Datensatz erfasst.

Die Kunst liegt darin, die Messung so einzurichten, dass sowohl die großen, glatten Partien als auch die winzigen Details ohne Verzug und ohne Doppelbilder ins Modell einfließen.

Häufige Fragen

Worauf sollten Teams bei Dünnwandige Blechteile ob Tiefziehteile Stanzbiegekomponenten oder Gehä… achten?

Dünnwandige Blechteile – ob Tiefziehteile, Stanzbiegekomponenten oder Gehäuseschalen – zeigen eine Kombination aus großen, schwach gekrümmten Flächen, scharfen Kanten, engen Flans…

Worauf sollten Teams bei Der AlphaScan setzt auf eine Kombination aus mehreren achten?

Der AlphaScan setzt auf eine Kombination aus mehreren blauen Laserkreuzlinien, die das Reflektionsverhalten metallischer Oberflächen anders ansprechen als rote Laser.

INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung
INSVISION AlphaScan 3D-Scan-Anwendung

Der AlphaScan setzt auf eine Kombination aus mehreren

Der AlphaScan setzt auf eine Kombination aus mehreren blauen Laserkreuzlinien, die das Reflektionsverhalten metallischer Oberflächen anders ansprechen als rote Laser.

Blaues Licht wird an glatten, spiegelnden Flächen weniger stark gestreut, und die feine Linienstruktur ermöglicht es, auch bei ungünstigem Einfallswinkel noch verwertbare Signale zu sammeln.

Im praktischen Einsatz bei dünnwandigen Blechteilen wird der Scanner zunächst im Standardmodus mit 22 Kreuzlinien über die großen Flächen geführt, um schnell eine hohe Punktdichte zu erzeugen.

Kritische Kanten, tiefe Ziehradien und schmälere Stege werden dann mit einer einzelnen Feinlinie nachgescannt, die auch in engen Vertiefungen und an scharfen Übergängen scharfe Konturen abbildet.

Die automatische Belichtungsregelung springt dabei dynamisch um, wenn sie von einer spiegelnden Fläche auf eine matte, ölbehaftete Zone oder auf eine Schweißnaht trifft – ein entscheidender Vorteil, weil gerade Blechbaugruppen häufig gemischte Oberflächenzustände aufweisen.

Bei stark reflektierenden Bereichen hilft es oft, die Bauteilausrichtung leicht zu ändern und einen zweiten Scanwinkel aufzunehmen, ohne das Teil umspannen zu müssen.