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Messtechnik direkt am Fertigungsort: Automobilzulieferer löst CMM-Engpässe mit handgeführtem 3D-Scannen


Handgeführter 3D-Scanner - INSVISION

Die versteckten Kosten veralteter Messprozesse

Ein Tier-1-Automobilzulieferer für Getriebegehäuse stand vor einem bekannten Dilemma: CMM-Messergebnisse lagen erst Tage vor, nachdem die Teile das Bearbeitungszentrum verlassen hatten. Bis dahin hatte die Produktion bereits Chargen von Strukturhaltern – Komponenten mit kritischen Abmessungen von oft über 10 cm – an die nachgelagerte Montage weitergegeben. Spät entdeckte Defekte führten zur Aussortierung ganzer Baugruppen, nicht nur einzelner Teile.

Stationäre CMM-Messplätze verursachen diese Reibungsverluste systembedingt: Teile müssen in klimatisierte Messlabore transportiert werden, Messvorrichtungen erfordern aufwändige Einrichtung, Warteschlangen entstehen. Manuelle Messverfahren erkennen Probleme entweder zu spät oder übersehen komplexe Oberflächenabweichungen komplett. Für Lean-Produktionsabläufe bedeutet Stillstand bei der Erstmusterprüfung direkt einen Verlust an Durchsatz.

Ein handgeführter 3D-Scanner ändert diesen Ablauf grundlegend. INSVISION handgeführten Systeme erfassen Daten mit einer Genauigkeit von 0,073 mm und einer Messgeschwindigkeit von 7,1 Millionen Messpunkten pro Sekunde direkt am Fertigungsort. Bediener prüfen GD&T-Toleranzangaben ohne die Fertigungszelle zu verlassen. Keine Transportwege durch das gesamte Werk, keine unvorhergesehenen Nacharbeiten in nachgelagerten Prozessen.

Von der CMM-Warteschlange zur Prüfung direkt am Arbeitsplatz

Vor der Einführung des mobilen Scannens verbrachte das Qualitätspersonal des Werks mehr Zeit mit dem Transport von Teilen als mit deren Messung. Eine einzelne Erstmusterprüfung nahm inklusive Transport, Wartezeit und Messvorrichtungseinrichtung einen halben Schicht in Anspruch. Prozessabweichungen führten bereits zu Ausschuss, bevor sie entdeckt werden konnten.

Der Wechsel zu handgeführtem 3D-Scannen hat diesen Arbeitsablauf umgekehrt: Der Scanner wird zum Teil gebracht – egal ob dieser in engen Montagezellen oder direkt auf der Werkshalle steht. Das macht Messvorrichtungen und spezielle Umgebungsbedingungen überflüssig. INSVISIONs AlphaScan arbeitet unter industriellen Bedingungen ohne Leistungseinbußen. Die PTB-zertifizierte Software führt GD&T-Analysen und Abweichungsmappings direkt am Messort durch, sodass Entscheidungszyklen von Stunden auf Minuten verkürzt werden. Für Lean-Hersteller entscheidet diese Geschwindigkeit darüber, ob Toleranzabweichungen sofort korrigiert werden oder zur Aussortierung ganzer Chargen führen.

Praxistauglichkeit: Einsatzbereit in unter 60 Minuten

Handgeführte 3D-Scanner überzeugen durch ihre schnelle Verfügbarkeit von Messdaten, nicht nur durch technische Datenblätter. In diesem Werk war der INSVISION AlphaScan weniger als eine Stunde nach dem Auspacken bereit für produktive Messungen: Softwareinstallation, USB-Verbindung, Kalibrierung – ohne Marker Arrays oder komplexe Messvorrichtungen.

Die Einhandbedienung war sofort intuitiv verständlich und ermöglichte Scans von oben sowie den Zugang zu engen Werkzeughohlräumen ohne Umpositionierung von Geräten. Die CAD-Integration machte manuelle Registrierungsschritte überflüssig. Prüfer importierten die Nenngeometrie, KI-gestützte Punktwolkenalgorithmen übernahmen die automatische Ausrichtung. Echtzeit-Abweichungsmeldungen zu GD&T-Toleranzangaben ersetzten die Offline-Verarbeitung. Das System lieferte Ergebnisse ohne die langen Schulungszyklen, die für Messtechnik üblich sind – egal ob als mobiler Scanner oder handgeführter 3D-Scanner bezeichnet, das betriebliche Ergebnis blieb gleich: minimaler Einarbeitungsaufwand, sofortige Messergebnisse.

Echtzeit-Abweichungsmapping direkt an der Werkzeugmaschine

Bearbeitungslinien für Automobilgussteile können keine CMM-Planungsverzögerungen auffangen. Der Einsatz von handgeführtem 3D-Scannen am Arbeitsplatz beseitigt diese Einschränkung vollständig. In Kombination mit PTB-zertifizierter Prüfsoftware erstellt das System augenblicklich farbkodierte Abweichungsvisualisierungen im Vergleich zu CAD-Spezifikationen. Oberflächenabweichungen und Veränderungen von Bohrungspositionen werden direkt am Fertigungsort erkannt, nicht erst in einem entfernten Messlabor.

Dieser geschlossene Regelkreis gewährleistet die Toleranzkontrolle während des laufenden Betriebs. Ein-Klick-Berichte erstellen ISO/ASME-konforme Dokumentation ohne externe Verarbeitung oder manuelle Übertragung. Qualitätsdaten entsprechen exakt dem physischen Zustand des Teils zum Zeitpunkt der Prüfung – entscheidend für die Auditierbarkeit und Nachweispflichten gegenüber Kunden.

Leistung unter Produktionsbedingungen

Während mehrmonatigem Einsatz in einer Hochleistungs-Bearbeitungszelle bewies der INSVISION AlphaScan dauerhafte Zuverlässigkeit unter wechselnden Bedingungen. Die Temperaturen in der Werkshalle schwankten zwischen den Schichten, Kühlmittelnebel lag in der Luft. Trotz dieser Belastungen blieb die Messkonsistenz erhalten, ohne die für portable Geräte üblichen Drift-Erscheinungen.

Schneller Schichtwechsel führte zu Bedienern mit unterschiedlichem Erfahrungsstand, das System hielt die Ergebnisqualität trotzdem konstant. Als produktionserprobter handgeführter 3D-Scanner reduzierte er die Abhängigkeit von zentralen Messkapazitäten für die prozessbegleitende Prüfung. Linienstillstände sanken, da die Qualitätsprüfung direkt an der Werkzeugmaschine stattfand und nicht erst in nachgelagerten Prozessen. Das Gerät erforderte nur minimale IT-Unterstützung oder Neukalibrierungen, sodass die Verfügbarkeitsziele auch im Dauerbetrieb eingehalten wurden.

Bewertung von portabler Messtechnik für den industriellen Einsatz

Die Annahme, handgeführte Scanner opfern Genauigkeit für Mobilität, hält unter Betriebsbedingungen nicht stand. Wenn Warteschlangen für Erstmusterprüfungen Tage lang sind und Gussteile auf Freigabe warten, wird ein handgeführter 3D-Scanner zum primären Messtechnik-Tool – keine Zweitlösung. Die Serie wurde für genau diese Integration entwickelt: Eine Genauigkeit von 0,073 mm und 7,1 Millionen Messpunkten pro Sekunde gewährleisten höchste Prüfgenauigkeit, ohne Teile aus dem Produktionsablauf zu entfernen.

KI-gestützte Punktwolkenrekonstruktion, PTB-zertifizierte Softwareintegration mit CAD- und GD&T-Frameworks sowie Widerstandsfähigkeit gegen raue Produktionsbedingungen lösen die Einschränkungen in der Automobil- und Schwermaschinenproduktion. Enge Toleranzen und kurze Zykluszeiten machen die Abhängigkeit von klimatisierten Messlaboren unpraktisch. Die handgeführten Geräte der Serie liefern industrietaugliche Messdaten direkt dort, wo produziert wird – in engen Räumen, bei großen Baugruppen, unter widrigen Bedingungen. Der Return on Investment ergibt sich nicht nur durch die Mobilität selbst, sondern durch die Beseitigung von Engpässen im Qualitätssystem, die den Durchsatz begrenzen.

Wichtige Leistungsmerkmale der AlphaScan Serie

Spezifikation Wert
Genauigkeit 0,073 mm
Messgeschwindigkeit 7,1 Millionen Messpunkte pro Sekunde
Softwarezertifizierung PTB-zertifiziert
Einsatzbereitstellungszeit Unter 60 Minuten

Schritte zur prozessbegleitenden Prüfung direkt am Arbeitsplatz mit handgeführtem Scannen

  1. Auspacken und Scanner per USB anschließen
  2. Software installieren und Kalibrierung ohne Marker Arrays durchführen
  3. Nenn-CAD-Geometrie in das System importieren
  4. KI-gestützte Algorithmen zur automatischen Ausrichtung der Punktwolke verwenden
  5. Echtzeit-Abweichungsdaten zu GD&T-Toleranzangaben direkt am Arbeitsplatz erfassen

Wichtige Erkenntnisse: Auswirkungen von handgeführtem 3D-Scannen auf Fertigungsabläufe

  • Beseitigt werksweiten Teiltransport und damit verbundene Verzögerungen
  • Verkürzt Entscheidungszyklen bei Prüfungen von Stunden auf Minuten
  • Ermöglicht Echtzeit-Abweichungsmapping direkt an der Werkzeugmaschine
  • Reduziert Linienstillstände durch Vorverlagerung der Qualitätsprüfung in frühere Prozessstufen
  • Erzeugt einen schnellen ROI durch Beseitigung von Engpässen im Qualitätssystem, die den Durchsatz begrenzen